Review:1beat Das nunmehr dritte Album des weissen Griot Tormenta Jobarthe bietet weit mehr als den ueblichen einkaufskompatiblen Fussgaengerzonen-Ethno mit Djembe, Synth-Steeldrum und JuJu-Gitarre. Schliesslich verbrachte das gestandene bayrische Mannsbild (und studierter Schlagzeuger) acht Jahre in Gambia um Sprache, Musik und Kultur seiner Seelen-Heimat in sich aufzunehmen. Abschliessend wurde er von der Griot-Familie Jobarthe adoptiert und ist seither selber einer: Ein Griot - Musiker, Historiker und Art Guru in einem. Als solcher fand Jobarteh seine international sortierte Kunda, sein Clan, mit dem er auf "Aha!" eine faszinierende Mischung aus African Hip Hop, Jazz, Pop, Reggae und Funk zelebriert. Der "rote Faden" ist natuerlich die Kora, eine - sagen wir - afrikanische Harfe, das Instrument der Griots.Aber auch Oud, Saxophon, E-Gitarre und Bass tragen zu einem intensivem und zugleich luftigem Klangbild bei, das im Ethno-Bereich seinesgleichen sucht. Schoen: Durch verschiedene SaengerInnen bleibt Abwechslung gewaehrleistet. Ein afrikanisches Festmahl fuer alle Freunde des schwarzen Kontinents, ein viel versprechendes Amuse-Geul fuer alle anderen aufgeschlossene Musikfreunde! Jo Neckermann