Paul Simon hat in den 80ern die Tuer fuer die Weltmusik, insbesondere afrikanischer Herkunft weit aufgestossen; Mory Kante mit "Ye ke Ye ke" einen eindeutig afrikanisch gepraegten internationalen Chart-Hit gelandet. Wenn man diese beiden Namen im Hinterkopf hat, ist man auf Aha! gut vorbereitet.Gleich der Opener scheint eine Synthese aus beiden zu sein und "Jang- Jang Bureh" eine direkte Anspielung auf Simons "Under african skies". Sehr rhythmisch afrikanische Nummern, wie "Waka waka", stehen neben poppig weichen Nummern, wie"Todos Juntos" und europaeisch klingenden Balladen ("Minango"). Wesentlich haeufiger als es nach der Besetzungsliste erscheint, hoere ich eine Harfe. Aber die Erwaehnung diverser afrikanischer Instrumente (die ich nicht alle abgetippt habe) laesst noch vieles offen. "Maimuna" wuerde jedenfalls auch nicht ueberraschen, wenn es als Kooperation von Paul Simon und Andreas Vollenweider verkauft wuerde. Afrika-Puristen wird das Ganze zu europaeisch sein; fuer Normalsterbliche, wie mich, ist es eine sehr entspannt geniessbare Annaeherung an den musikalisch in Europa moeglicherweise am wenigsten erschlossenen Kontinent.